Beim Spiel Mönchengladbach gegen Leverkusen beobachtete ich eine interessante Situation: Eine knappe, aber erkennbare Abseitssituation ließ der Linienrichter zunächst laufen. Eine verständliche Entscheidung, schließlich kann der Video-Assistent später eingreifen. Für Fans und Spieler bleibt das allerdings frustrierend.
Hier könnte KI einen echten Mehrwert bieten: Sie könnte aus dem vorhandenen Bildmaterial präzise die Ballposition, die Position der Spieler sowie deren Aktivitäten analysieren. Diese Informationen würden dem Linienrichter in Echtzeit zur Verfügung gestellt – ähnlich wie bei der Torlinientechnik. Das würde sowohl die Genauigkeit erhöhen als auch die emotionale Belastung für Schiedsrichter reduzieren.
Doch warum dort aufhören? Man könnte einen weiteren Schritt gehen: Ein KI-Assistent neben dem Video-Assistenten, der Foulsituationen bewertet. Oder noch weiter gedacht – die vollständige Übernahme der Schiedsrichtertätigkeit durch KI.
Bei diesem Gedanken kommen allerdings grundsätzliche Fragen auf: Objektivität und Neutralität sind nicht nur im Sport wichtig, sondern auch bei ordentlichen Gerichten. Wenn KI im Sport Entscheidungen trifft, wohin führt diese Entwicklung?
Für Gespräche mit dem DFB oder der DFL zu Abseitslösungen stehe ich übrigens gerne zur Verfügung.